Cup-Aus im Bündnerland – Finalist gefordert

Manche mögen sich wohl die Augen gerieben haben, als sie im Liveticker/Livestream das 12:12 Score in der 58. Spielminute des 1/16-Finals gegen den letztjährigen Finalist Davos stehen sahen. Doch ein Spiel dauert 60 Minuten, ein verlassenes Tor erscheint gefährlich und kleine Fehler kosten die grossen Momente. Eins nach dem andern!
Nach einem Freilos und dem Sieg gegen den Kantonsrivalen aus Laupersdorf stand für die Wangner die nächste Cuprunde an. Eine etwas unglückliche Auslosung ergab die Situation, dass UW auch dieses Jahr gegen den Titelaspiranten Davos antreten musste. Hat man im letzten Jahr in Wangen die Limiten aufgezeigt gekriegt, mussten unsere Mannen in diesem Jahr auswärts im Bündnerland die Schuhe schnüren. Aufgrund vieler Absenzen reiste man dafür mit einem absoluten Rumpfteam an (1 Goalie Päsci und 7 Feldspieler). Die Davoser zeigten sich mit ihrem 15-Mann Kader – gespickt mit grossen Namen, ehemaliger NLA- & Natispieler – gewillt, auch dieses Jahr den Weg in den Final nach Kriens einzuschlagen.
Auf Los gings Los und mit ein wenig Cleverness und Glück bzw. mangelnder Chancenauswertung der Davoser, konnte der Anfangspunch der Gelben überstanden werden. Mehr noch, das völlig befreit aufspielende Geburtstagskind Baumberger eröffnete den Score. Davos reagierte mit zwei Toren. 1:2 zum ersten Pausentee. Die positive Stimmung in der Garderobe überwog den bereits jetzt etwas schweren Beinen.
Zweiter Abschnitt und nun fielen die Tore. Abermals Baumberger zur zwischenzeitlichen 3:2 Führung bewies, dass eine professionelle Einstellung (mehrtägige Akklimatisierung an die Höhenluft:) durchaus den Unterschied machen kann… Das Spiel wog hin und her, obwohl die Klasse der Davoser immer wieder aufblitzte, konnten die Wangner im Mittelabschnitt gut Gegenwehr leisten. Goalie Päsci zeigte sich ruhig und abgeklärt und die Feldspieler gingen mit ihren Kräften sehr haushälterisch um. 6:4 für Wangen nach dem zweiten Abschnitt.
Es war klar, dass seitens des Heimteams im letzten Spielabschnitt nun maximaler Druck auf die Wangner erfolgen würde. Obwohl die Murmelis zwischenzeitlich zum 9:7 reüssierten, steckten unsere Spieler nicht auf. Alle 7 Feldspieler liessen sich an diesem Tag zu Torschützen eintragen – teils mit glücklichen Sonntagsschüssen, teils aber auch mit wirklich sehenswerten Spielvorträgen. Spätestens ab der 50. Spielminute sahen die Zuschauer ein Spiel auf Messerschneide. Die Davoser legten vor. Die Wangner glichen aus. 10:9 – 10:10, 11:10 – 11:11, 12:11 – 12:12. Mit einem Time-out in der 59. Spielminute versuchten die Wangner die Kräfte nochmals zu bündeln und ihre Chance auf einen Führungstreffer wahrzunehmen. Ein 4vs.3 für die grosse Chance auf den Sieg? Ein Coachingfehler, ein kurzer Moment der Verwirrung, der hart platzierte Schuss in die Maschen; an was es auch gelegen haben mag, es war sicherlich nicht der Einsatz und der Glaube an die mögliche Überraschung der Wangner. Mit den letzten Toren zeigten die Bündner ihre Abgeklärtheit und Souveränität. Die restlichen Kräfte der«delikaten» Gemüsebrühe aus dem Heidiland waren geschwunden, ein Zugriff aufs Spiel nicht mehr möglich… Schlussresultat 16:12
Gratulation & ein Merci an die Hausherren aus dem Graubünden! Uns bleibt die Zuversicht auf eine tolle 1. Liga-Saison, in welcher wir die Möglichkeit haben, dem einen oder anderen Team ein Bein zu stellen.



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