Gebissen vom Tiger

Aktualisiert: 4. Apr.

Die Schnäggenhalle in Boningen – ein Ort guter Erinnerungen! Jener Boden, auf welchem unsere Jungs vor über vier Jahren die ersten Punkte (5. Liga) für den Verein erspielten. Das Team war damals noch gespickt mit Routinier Gygax und Oli Kissling, dem aufkommenden Stern am Unihockeyhimmel.


Mit einer doch ein wenig anderen Zusammensetzung sollten an diesem Sonntag die nächsten vier Punkte her, woraus bereits eine Runde vor Schluss der dritte Aufstieg in Serie resultieren würde. Würde, hätte und sollte… Der Tiger hatte etwas dagegen. Aber nun der Reihe nach.


Nur ungern denken eingefleischte UW Fans an die Runde in Moutier zurück. Damals hatten wir gegen ein kämpferisches Kestenholz-Niederbuchsiten verloren, weshalb der ein oder andere Wangner Spieler heute für eine Revanche besonders motiviert war. Mit drei Linien ging es in eine intensive Startphase. Die ersten zwei Formationen konnten immer wieder mit ihren offensiven Fertigkeiten auftrumpfen, wobei die dritte «Wadenbeisser Formation» förmlich alle Schüsse wegblockte und dabei keine Lust zeigte, einen Gegenspieler auch nur in die Nähe unseres Schlussmanns Mästu gelangen zu lassen. Zur Pause stand es 5:1 auf der Anzeigetafel. Dem Gegner aus dem Gäu war soweit nichts vorzuwerfen. Klar ersichtlich erwischten sie nicht einen Tag wie im Hinspiel, aber kämpferisch und vom Willen her war alles da. So versuchten sie sich auch ziemlich früh ohne Torhüter, was die Wangner an diesem Spieltag zu bestrafen wussten. Der Schlussstand von 12:1 resultierte dann auch daraus, dass den Wangnern am Ende wirklich alles gelang, was sie zu versuchen wagten.


Im zweiten Spiel ging es gegen die Tigers aus Kappel. Für die meisten Spieler sind es immer spezielle Partien. Es ist da der Ausbildungsverein, der Dorfnachbar, das Bruderduell und allgemein die bekannten Gesichter. Spannung lag auch heute wieder von Beginn weg in der Luft. Wangner Anhang hatte es in diesem Mittagsspiel noch mehr als gegen Kestenholz-Niederbuchsiten, im Hinterkopf die zwei Punkte, welche uns für den Aufstieg in die 2. Liga noch fehlten. Beide Teams starteten konzentriert und liessen wenig zu. Das 1:0 zur Pause – erzielt durch Adi Schröpfer – widerspiegelte die Geschehnisse auf dem Platz. Die zweite Halbzeit begann super! Unsere Mannen legten einen drauf und liessen Blau/Schwarz über das 2:0 jubeln. Was nun jedoch folgte war «gruusig». Beim Anschlusstreffer war es bereits für alle ersichtlich: Der Tiger wurde geweckt. Er wurde bissiger und ins Spiel zurückgelassen. Obwohl Wangen nun einige Gegentreffer hinnehmen musste, hatte es weiter zahlreiche Abschlussmöglichkeiten. Nur zu wenige fanden jedoch den Weg aufs Tor. Das 4 gegen 3 Überzahlspiel als letztes Mittel war an diesem Tag mehr schlecht als recht und so traf man sich plötzlich in der Mitte wieder, um den Kontrahenten zum verdienten Sieg zu gratulieren. Punkte an den Derbygegner abzutreten ist sicherlich ärgerlich. Was aber am meisten «fuxte», waren die Zähler an sich, sodass die Aufstiegseuphorie auf später vertagt werden sollte. Nach dem Motto «Was nicht ist, kann ja noch werden» begaben sich unsere Mannen zu einem feinen Mittagessen ins «Isebähnli» nach Trimbach.


Am späteren Nachmittag folgte dann die Hiobsbotschaft aus Boningen. Der dritte Aufstieg in Serie stehe trotzdem fest. Unser direkter Verfolger hat Punkte liegen lassen und kann selbst bei einer optimalen letzten Runde die Wangner nicht mehr überholen. Des Wahnsinns! Weitere Gedanken dazu folgen ausführlich im letzten Spielbericht der Saison, wenn es in zwei Wochen in Neuendorf nochmals hoch zu und her geht. Wir freuen uns schon jetzt auf viele bekannte Gesichter, sodass wir diesen Erfolg gebührend feiern können:)


Randnotizen:

- «Büezer» vom Tag geht an unser Wiesel Adi Chlöpfer

- Ferner liefen: Michael Lang (3h 15min Engadiner Skimarathon)





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